Ein schönes Ausländerkind

 

Wer die TikToks der Autorin kennt, die unter dem Künstlernamen „Toxische Pommes“ bekannt geworden ist, glaubt vielleicht eine Vorstellung davon zu haben, worum es in ihrem Roman geht. Die Videos der Wienerin bieten Einblicke in die österreichische Gesellschaft und Politik, sind satirisch, unterhaltsam und gesellschaftskritisch. Die Themen Sexismus Rassismus und Intoleranz stehen dabei oftmals im Mittelpunkt. Doch wer erwartet, dass sich dies eins zu eins im Buch widerspiegelt, wird überrascht. So ging es auch mir: Obwohl ich an vielen Stellen die satirisch zynische Erzählweise der Autorin wiedererkannte, traf mich die unerwartete Tiefe und Traurigkeit des Romans umso stärker. Dennoch fehlt es natürlich nicht an gesellschaftskritischen Elemente die durch die Erzählung ihrer eigenen Migrationsgeschichte umso eindeutiger und eindringlicher werden.

Das Buch wirkt zunächst wie eine rein biografische Erzählung, nach und nach wird aber klar, dass die Autorin hier, dass Spannungsverhältnis zwischen ihrer Integration und der ihrer Familie thematisiert. Die Thematik der Nichtintegration anhand einer Vaterfigur, Fragen der Identität und Anekdoten, die den gesellschaftlichen Ausschluss von Personen mit Migrationshintergrund untermalen, führen Leser_innen durch das Buch. Eine Leseempfehlung besonders für jene, die das Thema Integration in Österreich, aus einer etwas anderen Perspektive betrachten wollen. 

Leona Gstöttenbauer

Chefredakteurin Cogito

office@vsstoe-linz.at

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Warum zum VSSTÖ?

Warum zum VSSTÖ?   Hi! Mein Name ist Dorian. Ich bin Ersti und studiere somit seit diesem Semester Jus an der JKU. Falls du dich

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