
Ein schönes Ausländerkind
Ein schönes Ausländerkind Wer die TikToks der Autorin kennt, die unter dem Künstlernamen „Toxische Pommes“ bekannt geworden ist, glaubt vielleicht eine Vorstellung davon zu
Studien belegen, die Jugend blickt pessimistischer auf ihre Zukunft als frühere Generationen. Neben finanziellen Ängsten, werden gesamtgesellschaftliche Probleme zunehmend als starke Herausforderungen für die eigene Selbstverwirklichung angesehen. Dieser Pessimismus hat viele Gründe, die durchgehende mediale Beschallung mit scheinbar unlösbaren Krisen ist mit Sicherheit ein wesentlicher Faktor.
Der Journalismus ist für viele namhafte Kommunikationswissenschaftler_innen gleichlautend mit Wirklichkeitskonstruktion, was bedeutet: Das, was in den Medien berichtet wird, hat für unser eigenes Leben eine vermeintlich große Bedeutung. Wir leben in einer zunehmend von Medien geprägten Welt – in Fachkreisen wird von einer Mediatisierung des Lebens gesprochen – und richten unsere Erwartungshaltung für die Zukunft mehr oder weniger bewusst nach der medialen Grundstimmung. Das einschlägigste Beispiel dieses Vorgangs wäre die erfolgreiche Schwerpunktsetzung der FPÖ im Bezug auf die Migrationskrise, die real in vielen Europäischen Staaten weit weniger dramatisch in Erscheinung tritt als von populistischen Parteien dargestellt. Die Art wie über welche Sachverhalte berichtet wird, hat also eine substanzielle Auswirkung darauf, wie Probleme wahrgenommen werden. Dieser Umstand bewegte international Journalist_innen in den 2010ern dazu, eine Reformation der Berichterstattung anzutreiben, den Konstruktiven Journalismus.
Der Konstruktive Journalismus ist eine relativ junge Entwicklung und bildet eine Antithese zur negativistischen Headline-Hunter Ausrichtung vieler Tageszeitungen. Ziel ist es allerdings nicht, die LeserInnen mit sorglosem Katzen-und-Baby-Content von der schwer verdaulichen Realität abzulenken – Krieg, Fluchtbewegungen und Klimakrise sind auch im konstruktivem Journalismus Subjekt kritischer Berichterstattung – jedoch versteht sich die konstruktive journalistische Strömung als verantwortungsbewusste vierte Macht im Staat. All die negativen Ereignisse, die täglich auf der Welt passieren, sollen und dürfen nicht in Vergessenheit geraten, jedoch werden Lösungsvorschläge angeboten. Diskussionen fördern, statt die Polarisierung zu bestärken, Perspektiven aufzeigen, um der Perspektivlosigkeit entgegenzuwirken, Pro und Kontras im Meinungsbild des gesellschaftlichen Querschnitts abbilden – das ist die Idee, Konsensförderung und Partizipation in der Konfliktbewältigung das erklärte Ziel.
Somit handelt es sich um die endlich wahrgenommene gesellschaftliche Verantwortung der Berichterstattung, schließlich ist der Journalismus unlängst kein irrelevanter Player im Staat. Politiker_innen steigen durch Medien in Popularität, können ihnen aber auch zum Verhängnis werden, durch Themensetzung wird öffentlich debattiert oder durch ihre Absenz totgeschwiegen, wir können durch Medien dazu angehalten werden am politischen Diskurs teilzuhaben, wir können uns durch Medien emanzipieren. Das gilt sowohl für mehrheitstaugliche Ansichten als auch für all die Unterrepräsentierten, Ungesehenen, die Nicht-Gehörten und die Vergessenen.
Multiperspektivischer, lösungsorientierter Journalismus gewinnt in einer zunehmend komplexeren Welt unbestreitbar an Relevanz, der Fokus auf Probleme statt deren Lösungen im klassischen Journalismus ist längst überholt und trägt wenig Positives zur negativen politischen Stimmung in der Gesellschaft bei.
Studiert Publizistik und Kommunikationswissenschaften
Ein schönes Ausländerkind Wer die TikToks der Autorin kennt, die unter dem Künstlernamen „Toxische Pommes“ bekannt geworden ist, glaubt vielleicht eine Vorstellung davon zu
Warum zum VSSTÖ? Hi! Mein Name ist Dorian. Ich bin Ersti und studiere somit seit diesem Semester Jus an der JKU. Falls du dich
Plädoyer für einen konstruktiven Journalismus Studien belegen, die Jugend blickt pessimistischer auf ihre Zukunft als frühere Generationen. Neben finanziellen Ängsten, werden gesamtgesellschaftliche Probleme zunehmend
Können Männer Feministen sein? Kurz gesagt – JA. Sollten sie sogar unbedingt. Der feministische Kampf richtet sich gegen das Patriarchat als Familien- und Gesellschaftsstruktur,
Akademische Abgründe JKU Edition Passend zur Filmvorführung der ÖH „Akademische Abgründe – Rechtsextremismus im Hörsaal“, die man sich am 15.10.2024 zu Gemüte führen konnte,