
Ein schönes Ausländerkind
Ein schönes Ausländerkind Wer die TikToks der Autorin kennt, die unter dem Künstlernamen „Toxische Pommes“ bekannt geworden ist, glaubt vielleicht eine Vorstellung davon zu
Kurz gesagt – JA. Sollten sie sogar unbedingt. Der feministische Kampf richtet sich gegen das Patriarchat als Familien- und Gesellschaftsstruktur, gegen männliche Herrschaft, gegen das binäre Geschlechtssystem und die Aufteilung aller Menschen in Männer* und Frauen*. Wir leiden alle unter diesem System.
Das beste Beispiel sind die männlichen Stereotype, die einem systematisch vermittelt werden, mit dem Druck, dass man diesen erfüllen müsse. Auch cis Männer sind von starren Geschlechterrollen betroffen, die sie auf bestimmtes „männliches“ Verhalten festlegen. Dazu gehört, dass sie keine Gefühle zeigen dürfen und nicht weinen sollen, um ihre Männlichkeit nicht in Frage zu stellen – andernfalls riskieren sie Spott, Mobbing oder sogar Angriffe. Diese Einschränkungen sind Ausdruck toxischer Männlichkeit.
Männer* können “Allies“ sein und sich am feministischen Kampf beteiligen. “Ally” ist eine Person, die sich aktiv für die Gleichberechtigung und Rechte von Personen einsetzt, auch wenn sie selbst nicht direkt betroffen ist. Es ist also auch unsere Verantwortung als cis Männer, das bestehende patriarchale System, welches eng mit dem Kapitalismus verbunden ist, zu bekämpfen. Wir müssen laut für diejenigen sein, die durch das Patriarchat unterdrückt werden. Das können wir am besten, indem wir Selbstreflektion üben und solidarisch handeln.
Feminist zu sein bedeutet dabei mehr, als gelegentlich feministische Überzeugungen zu äußern. Man muss auch entsprechend handeln:
Entsprechend handeln heißt, gegen Sexismus vorzugehen. Wenn du stillschweigend frauenfeindliche Witze anhörst oder mitlachst, wirst du zu einem Teil des Problems. Stattdessen muss Stellung bezogen werden, auch wenn das manchmal unangenehm sein kann. Deshalb handeln Allies auch im Alltag bewusst. Dazu gehört beispielsweise, auf einer dunklen Straße Rücksicht zu nehmen, indem man die Straßenseite wechselt, um Frauen* ein sichereres Gefühl zu geben. Im Kontext sexueller Handlungen ist es entscheidend, immer eine klare Einwilligung einzuholen und jedes Nein uneingeschränkt zu respektieren. Auch wenn es kein klares Ja gibt, muss dies als Nein verstanden werden. Außerdem ist es essentiell, sich kontinuierlich selbstständig weiter zu informieren, indem man beispielsweise Aktivistinnen folgt, feministische Inhalte konsumiert und verschiedene Perspektiven berücksichtigt, wie die von Frauen, queeren Personen oder Schwarzen und behinderten Menschen.
Schließlich gehört es zur feministischen Solidarität, aktiv an Demos teilzunehmen und gegen patriarchale Strukturen zu protestieren. Dabei sollte man immer fragen, ob Unterstützung gewünscht wird, anstatt ungefragt zu handeln.
Zusammengefasst: Männer* können nicht nur Feministen sein – ihre Beteiligung ist sogar entscheidend, um das Patriarchat abzuschaffen. Der Einsatz für Gleichberechtigung und gegen geschlechtsspezifische Unterdrückung ist eine Verantwortung, die uns alle betrifft. Indem Männer* aktiv handeln, Vorurteile hinterfragen und sich für Veränderungen stark machen, tragen sie dazu bei, eine gerechtere Gesellschaft für alle zu schaffen. Der feministische Kampf ist kein exklusiver Club – es ist ein gemeinsames Projekt, das unser aller Mitwirkung benötigt, um das Patriarchat zu überwinden und eine wirklich gleichberechtigte Welt zu erreichen.
Vorsitzender VSStÖ Linz
Ein schönes Ausländerkind Wer die TikToks der Autorin kennt, die unter dem Künstlernamen „Toxische Pommes“ bekannt geworden ist, glaubt vielleicht eine Vorstellung davon zu
Warum zum VSSTÖ? Hi! Mein Name ist Dorian. Ich bin Ersti und studiere somit seit diesem Semester Jus an der JKU. Falls du dich
Plädoyer für einen konstruktiven Journalismus Studien belegen, die Jugend blickt pessimistischer auf ihre Zukunft als frühere Generationen. Neben finanziellen Ängsten, werden gesamtgesellschaftliche Probleme zunehmend
Können Männer Feministen sein? Kurz gesagt – JA. Sollten sie sogar unbedingt. Der feministische Kampf richtet sich gegen das Patriarchat als Familien- und Gesellschaftsstruktur,
Akademische Abgründe JKU Edition Passend zur Filmvorführung der ÖH „Akademische Abgründe – Rechtsextremismus im Hörsaal“, die man sich am 15.10.2024 zu Gemüte führen konnte,