»Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit.

Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung.

Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.«

-Antonio Gramsci 

Worum geht’s?

 

Bildung ist ein Instrument des Menschen, das ihn zur Mündigkeit führt, das ihn zu selbstbestimmten Handeln und zum eigenständigen Mitgestalten des gesellschaftlichen Lebens befähigt. In der neoliberalen Gesellschaft, in der wir heute leben, existiert dieser Bildungsbegriff jedoch nur noch als Schatten seiner selbst. So wie jeder andere Lebensbereich, wird in eben dieser neoliberalen Gesellschaft auch die Bildung – und somit die Hochschule – den ungezügelten Kräften des freien Marktes ausgesetzt. Einen wesentlichen Beitrag in diesem Bereich leistete der noch immer umstrittene Bolognaprozess. Das Ziel von Bildung ist nicht mehr Emanzipation, sondern die Verbesserung der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit, um so schnell wie möglich ein gewinnbringendes Element der Gesellschaft zu werden. Doch was heißt das eigentlich: Uns Student_innen wird das selbständige Denken abgenommen. Statt kritische Lehre zu fördern, werden uns vorgekaute Inhalte hingelegt und Multiple-Choice-Fragen gestellt, denn kritische Köpfe hinterfragen Systeme, hinterfragen Paradigmen und sind somit der Elite ein Dorn im Auge.

Wir sind der Meinung, dass Bildung frei sein muss. Unter freier Bildung verstehen wir einerseits dass in der Lehre Platz für kritische Wissenschaft, Mitbestimmung von Student_innen und einen breiten Diskurs sein muss und andererseits, dass Bildung allen gleichermaßen zugänglich sein muss.

Wenn aber Bildung als Ware gesehen wird, muss das Bildungsangebot (um rentabel zu sein), als knappes Gut konstituiert werden. Durch diesen Schritt werden Student_innen aus sozial schwächeren Schichten strukturell ausgeschlossen, die Reproduktion der Eliten gefördert und zusätzlich eine weitere gewinnbringende Branche, die der Prüfungsvorbereitungskurse, gestärkt. Neben Testgebühren bis zu 110€, die in keinster Weise gerechtfertigt sind und nur der Abschreckung dienen sollen, fließt durch das enorme Angebot an Prüfungsvorbereitungskurse massiv Geld in die Taschen der privaten Anbieter_innen. Das Problem hierbei ist, wer sich die Kurse nicht leisten kann, startet mit einem großen Handicap in das Aufnahmeverfahren.

Als VSStÖ wehren wir uns gegen dieses Verständnis  und gegen diese Entwicklungen. Bildung muss endlich wieder ihren ursprünglichen Zweck erfüllen und darf nicht zu einer von vielen Waren auf dem neoliberalen Markt verkommen. Wir Student_innen dürfen uns nicht gegenseitig ausspielen lassen. Anstatt die Ellbogen gegen andere Mitstudent_innen auszufahren sollten wir gemeinsam für eine freie Bildung auf allen Ebenen kämpfen.

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Der große Bildungsausverkauf
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