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If you think education is expensive – try ignorance!

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) strebt einen Start der Studienplatzfinanzierung im Jahr 2019 an.

Unter Studienplatzfinanzierung wird kurz gesagt, die Finanzierung der Lehre auf Basis von Kennzahlen über Studierende verstanden. Bei dem jetzigen Vorschlag des Wissenschaftsministers, Reinhold Mitterlehner, den zuletzt im Sommer schon der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Oliver Vitouch, ins Spiel gebracht hat, wird hierzu die Zahl der Studienabsolvent_innen herangezogen. Als Basis werden dann Normkosten definiert, die den Finanzierungsanteil pro Studienplatz darstellen und aus dem dann wiederum das Budget der Hochschulen erstellt wird.

Für eine Erhöhung der Absolvent_innen-Zahlen, bedarf es jedoch keiner Studienplatzfinanzierung, sondern es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es den Student_innen ermöglichen ihrem Studium auch wirklich nachgehen zu können.

Die letzte Studierendensozialerhebung hat erschreckende Ergebnisse geliefert, die aufzeigen, dass dringender Handlungsbedarf, vor allem bei der Studierendenbeihilfe die seit 1999 nicht mehr angepasst wurde, besteht.

Nicht weil Studierende nicht studieren wollen, sondern weil ihnen unzählige Hürden auf den Weg zu ihrem Abschluss gelegt werden, verzögert sich die Studiendauer immer mehr. Hier einfach die Studienplätze zu reduzieren, würde an der sozialen Lage der Studierenden nichts ändern.

Auch der Gedanke, dass einzuführende Zugangsbeschränkungen bzw. Eignungstest auf faire Weise entscheiden, wer zu einem Studium zugelassen wird und wer nicht, mag zwar nach einer guten Idee klingen, ist aber in der Realität nicht umsetzbar.

Es existieren derzeit keine gerechten Aufnahmeverfahren und man kann beobachten, dass bei der Einführung von Aufnahmemaßnahmen, der Anteil von Kindern aus sozial schwächeren Familien immer mehr sinkt.

Aus den genannten Gründen, sprechen wir uns gegen das, von Mitterlehner, vorgestellte Konzept aus! Weder Zugangsbeschränkungen oder Studiengebühren sind im Interesse der Studierenden! Daher machen wir uns weiterhin stark für einen bedingungslosen und offenen Hochschulzugang!