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Hohen Mieten den Kampf ansagen!

Steigende Mieten – sinkende Wohnbeihilfen. Diesem Umstand muss endlich Einhalt geboten werden!

Die Mietpreise sind in den letzten sechs Jahren um mindestens 30% gestiegen – in den letzten 19 Jahren sogar um 57%. Dennoch wird nun in Teilen Österreichs, wie zum Beispiel der Steiermark oder in Innsbruck, der Zugang zur Wohnbeihilfe erschwert beziehungsweise komplett gestrichen. Das trifft vor allem Studenten und Studentinnen besonders hart, die 40% ihres Einkommens für Wohnen ausgeben. Aus diesem Grund startet der Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) ab dem 25.10. seine Kampagne unter dem Titel „Das lässt sich einrichten“ und sagt hohen Mieten den Kampf an.

„Die Wohnbeihilfe ist für tausende Menschen Existenz sichernd. Armut muss entgegengewirkt werden, doch solche Maßnahmen führen genau zum Gegenteil. Wir fordern aber nicht nur die weitere Auszahlung der Wohnbeihilfe, sondern machen uns stark für Mietzinsobergrenzen, barrierefreies Wohnen, Leerstandsabgaben und den Ausbau von staatlichem, sozialem Wohnbau“, erklärt Katrin Walch, Vorsitzende des VSStÖ, die Kampagne.

Der Startschuss der Kampagne fand am 25.10. österreichweit vor Hochschulen statt, um auf die Problematik bundesweit aufmerksam zu machen.

„Wir werden in Verhandlungen gehen und uns für leistbaren Wohnraum stark machen, denn Wohnungen sind zum Wohnen da und nicht zum Spekulieren! Ein absichtliches Leerstehenlassen von Immobilien in Zeiten, in denen die Mieten steigen, Wohnbeihilfen gestrichen werden und Wohnraum an sich knapp ist, ist nicht vertretbar“, führt Walch weiter aus.

Wohnen ist vor allem für Studierende ein brisantes Thema. Über 40% der Studierenden verlassen ihren Heimatbundesland um zu studieren. Lediglich 12% erhalten Studienbeihilfe und sehen sich mit steigenden Kosten konfrontiert.

„Jede vierte Studentin und jeder vierte Student ist von Armut betroffen. Steigende Mietpreise sind eine weitere Hürde, die es gilt endlich zu überwinden! Die Politik muss endlich Maßnahmen setzen, damit Studieren nicht Privilegierten vorbehalten wird“, macht Walch ihre Forderung nochmals klar.