HERBSTSEMINAR

Das Seminar für alle die im VSStÖ aktiv sind oder es noch werden wollen!

Unser Herbstseminar
steht ganz im Zeichen
der Demokratie

HARD FACTS

WANN: 29.11.-01.12.2019
WO: Junges Hotel Tulln (Marc-Aurel-Park 1, 3430 Tulln)
WER: Über 70 Studierende aus ganz Österreich
WAS: 4 spannende Workshops | 2 tolle Partys
Die Kosten für Unterkunft, Essen und Anreise übernehmen wir!

Aktuell stehen wir nämlich vor der großen Herausforderung, dass politische Mitsprache auf zivilgesellschaftlicher Ebene immer mehr abgebaut wird und gesamtgesellschaftlich relevante Entscheidungen von wirtschaftlichen Eliten in Hinterzimmern besprochen werden, Meinungen gekauft und den tatsächlichen Interessen und Wünschen der Bürger_innen keine Beachtung geschenkt wird.

Gleichzeitig ist es im kapitalistischen und neoliberalen Zeitalter mit einem 12h Tag, hohem Konkurrenzkampf und Leistungsdruck sowie zunehmender Individualisierung und Entsolidarisierung kein Leichtes, gegen bestehende Ungerechtigkeiten anzukämpfen.


Am Wochenende vom 29.11. – 01.12.2019 wollen wir in vier Workshops und reichlichen Diskussionen diesen Fragen näher auf den Grund gehen. Wie können wir es schaffen, dass in einem neoliberalen Zeitalter wie heute, alle an politischen Prozessen teilhaben können, wie kann Aktivismus so gestaltet werden, dass eine Verbesserung und Demokratisierung unserer Gesellschaft bewirkt werden kann?

Neben spannenden Diskussionen kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz: bei zwei Party gibt es die Möglichkeit sich mit Aktivist_innen aus ganz Österreich zu vernetzen und neue Leute kennen zu lernen.


Anmeldeschluss: 25. November

Mehr Infos findest du auch auf Facebook! 

Die Workshops

Wir leben in einer patriarchalen Gesellschaft. Besonders für Personen die nicht dem cis-männlichen Ideal entsprechen bedeutet das eine untergeordnete Stellung. Stetige Diskriminierung, ob offen oder subtil, und eine nicht genügende Repräsentation, sei es in Actionfilmen, nationalen Parlamenten oder aber an Lehrstühlen an unseren Hochschulen, stehen an der Tagesordnung.
Das darf nicht länger so sein. Wir wollen dem Thema Repräsentation und Inklusivität auf dieser Ebene mehr Beachtung schenken und so auch herausfinden, was es im eigenen politischen Arbeiten braucht, um den Kampf gegen das Patriarchat führen und dem Rassismus glaubwürdig und entschieden entgegentreten zu können.

Keywords: Intersektionalität, Queerfeminismus, Repräsentation, Inklusion, Patriarchat, Neokolonialismus, Klassismus, Diversität

Wir leben in einer Demokratie sagen sie. Linke haben weltweit dafür gekämpft ‘normalen‘ Menschen auf der politischen Bühne Gehör zu verschaffen. Nun werden diese Stimmen, durch die verstärkten politischen Einflussmöglichkeiten der neoliberalen ökonomischen Elite, aus der öffentlichen Arena verdrängt, und die Möglichkeiten der Partizipation für uns werden geschwächt. Wir finden: So sieht Demokratie nicht aus! Demokratie muss auf allen Ebenen gelebt werden und Partizipation von uns allen gefördert. Aus diesem Grund werden wir uns in diesem Workshop einerseits mit den aktuellen Missständen unserer demokratischen Ordnung auseinandersetzen und andererseits wollen wir unsere eigenen Handlungsspielräume als Studierende genauer analysieren.

Keywords: Postdemokratie, Kapitalismuskritik, Partizipation, Versammlung, Repräsentation, Neoliberalismus, Organisation, Intersektionalität

Wir leben in einem politischen Zeitalter, welches stark von Ungleichheit geprägt ist. Während das reichste 1% der Weltbevölkerung 40% des gesamten Weltvermögens besitzt, müssen Abermillionen in tiefster Armut leben. Vermögen zu besitzen bedeutet natürlich auch, ein größerer Einfluss und Möglichkeiten, an politischen Prozessen teilhaben zu können, sich zu Wahlen aufstellen zu lassen oder aber gar durch das Kaufen von Medienunternehmen die Meinungsbildung weltweit stark zu beeinflussen. Nichtvermögend zu sein bedeutet also auch, weniger Möglichkeiten, an politischen Prozessen teilhaben zu können. Wie muss unsere Gesellschaft aussehen, sodass eine breite Meinungsbildung & politische Entscheidungsfindung unabhängig vom Geldbörserl oder anderen Barrieren stattfinden kann und wo müssen wir dabei beim politischen Aktivismus ansetzen?

Keywords: Ungleichheit, Soziale Gerechtigkeit, Intersektionalität, politischer Aktivismus, Repräsentation, Inklusion, Kapitalformen

Wir studieren anders als die Generationen davor. Wir studieren unter Bologna. Bologna ist wie so vieles ein Symptom unserer neoliberalen Gesellschaft und hat dazu geführt, dass das Studieren zu einem reinen Lauf um ECTs Punkte verkommen ist. Der dadurch entstandene Zeit- und Leistungsdruck führt einerseits zu vielen psychischen Belastungen, und vielen finanziellen Engpässen, andererseits scheint Kritische Lehre ein Fremdwort geworden zu sein und die Qualität des Gelehrten hat sich stark verschlechtert.
Wir Studierende haben immer schon eine essentielle Rolle gespielt, wenn es um gesellschaftliche Veränderung gegangen ist (siehe 1848 & 1968). Auch heute ist es als Studierende wieder an der Zeit, laut zu werden und gegen bestehende Missstände auch an unseren Hochschulen anzukämpfen.

Keywords: Bologna, Hochschulpolitik, Neoliberalismus, Internationalismus