GRUNDWERTE

 

Freiheit bedeutet für uns, frei von Zwängen, Ausbeutung und Unterdrückung zu sein. Wir wollen, dass alle Menschen das eigene Leben selbstbestimmt und auf ihre eigene Art und Weise leben können. Keine ökonomischen und sozialen Zwänge, die dem Erhalt der bestehenden Macht- und Klassenordnung dienen, sollen uns daran hindern.

Freiheit manifestiert sich durch Demokratie, Grundrechten, und einen vollwertigen Zugang zu Bildung, Arbeit und Information für jeden Menschen. Vor allem in der Bildung sehen wir einen wichtigen Weg zur Emanzipation, dem selbstbestimmten Leben.

Im Gegensatz zum radikalen Liberalismus sehen wir Gleichheit und Gerechtigkeit als notwendige Grundlagen der Freiheit. Nur eine Gesellschaft in der Gleichheit und Gerechtigkeit ebenso wichtig wie Freiheit sind, können die Voraussetzungen geschaffen werden für eine universelle Freiheit für allen Menschen garantiert werden. Eine Freiheit von Not, Furcht, Unwissenheit, Bevormundung und Ausbeutung.

Der VSStÖ ist ein feministischer Verband. Das heißt wir erkennen die strukturelle Unterdrückung der Frauen in unserem Gesellschaftssystem und kämpfen dafür diese zu überwinden. Wir sind davon überzeugt, dass Sozialismus ohne Feminismus nicht möglich ist.

 
 

Gleichheit bedeutet für uns, die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt als gleichwertig anzusehen. Gleichheit ist die Absage an jede Form der Privilegien- und Elitengesellschaft. Gleich sind wir Menschen in unserer Würde, unserem Recht auf Anteilnahme am wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben in unserer Gesellschaft.

Alle Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten zur selbstständigen Gestaltung ihres Lebens, zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Verwirklichung ihrer Ziele haben. Gleichheit verlangt deshalb nach der gerechten Verteilung von Kapital, Bildung, Arbeit, Information und Mitbestimmung.

Der VSStÖ ist ein feministischer Verband. Wir wollen die Diskriminierung der Frauen in allen Lebensbereichen nicht hinnehmen und setzen uns für eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter ein. Deswegen kämpfen wir in und außerhalb der Hochschulstrukturen gegen die gläserne Decke, für die Schließung der Lohnschere, gegen sexistische Übergriffe bzw. gegen Gewalt an Frauen.

Freiheit und Gleichheit sind keine Gegensätze, sondern sie bedingen einander. Der erste Schritt zur Ungleichheit ist auch der erste Schritt zur Unfreiheit. Nur politisch, wirtschaftlich und sozial gleichberechtigte Menschen sind freie Menschen.

 
 

Wir treten unverrückbar für das Prinzip der Gerechtigkeit ein, für die Verwirklichung gleicher Rechte und einer Gesellschaft ohne Unterdrückung. Gerechtigkeit sichert die Würde des Menschen, sein Recht auf eine menschenwürdige Existenz.

Eine primäre Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft ist die Beseitigung von Benachteiligungen und Behinderungen durch die Gesellschaft. Darüber hinaus fordern wir eine gerechte Verteilung aller gesellschaftlichen Güter, insbesondere von Kapital, Bildung, Arbeit, Information und Macht. Um dieses Ziel zu erreichen, ist Umverteilung nötig. Gerechtigkeit sichert allen Menschen ihren Anteil am gesellschaftlichen Reichtum.

 
 

Wir, der VSStÖ, stehen in der Tradition der Arbeiter_innenbewegung. Solidarität ist die Wurzel unserer Bewegung. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass Menschen, die sich gegen Unterdrückung und Ausbeutung auflehnen gemeinsam mehr verändern können als einzeln.

Durch solidarisches Handeln, national wie international, wird eine offene, soziale und demokratische Gesellschaft erst möglich. Solidarität ist die Grundlage sozialen Zusammenhalts und das wirksamste Instrument zur Durchsetzung gerechterer Lebensbedingungen.

Solidarität heißt für uns aber auch gemeinsam und geeint gegenüber jenen aufzutreten, die Ungerechtigkeiten und Anhängigkeiten verursachen. Solidarität bedeutet aktives Eintreten für die Mitmenschen und die Mitarbeit am Gemeinwohl.